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Nutzungsbeispiel


  1. Die Yacht:

    groß, sicher, komfortabel ausgestattet, ca. 3-5 Kabinen, gebraucht (ca. 5-10 Jahre alt), z.B. Katamaran, ca. 40-44‘‘ oder Decksalonyacht ca. 46-50‘‘), Kaufpreis inkl. Nachrüstungen ca. 200.000 €.




  2. Das Revier:

    Sommer Mittelmeer wechselnde Reviere,
    Anreise i.d.R. per Flugzeug, dadurch One-Way-Trips problemlos möglich, Saisonbeginn Spanien oder Portugal, Frühsommer auch Italien und evt. Kroatien, spätestens Anfang August Griechenland und ggf. Türkei, ab Mitte September Reisen westwärts mit Überführung auf die Kanaren bis Ende Oktober.

    Winter Kanaren/Kapverden, Überführungstörn nach Spanien oder Portugal im Mai.




  3. Die Eigentümer, ihre Anteile und ihre Nutzung:

    6 Familien aus unterschiedlichen Bundsländern kaufen jeweils zwischen 9 und 15 HS-Anteile, wobei jeder HS-Anteil zur Premium-Buchung von 1 Tag in der Sommer-Hochsaison berechtigt. Einige Familien reservieren sich feste Zeiten wie erste Julihälfte, letzte Augustwoche und erste Septemberwoche und die Pfingstferien.

    Hinweis: Die Schulferiensaison dauert ca. 14 Wochen (ca. 100 Tage, ca. 3 Wochen Pfingsten und ca. 11 Wochen Sommer). Es sollten jedoch nicht 100 HS-Anteile an Familien gehen, die auf die Schulferien angewiesen sind, sondern maximal ca. 75-85 Anteile. In diesem Beispielfall sind es 75 Anteile. Welchen Vorteil dies hat, sehen wir später noch.

    2 Paare kaufen 7 bzw. 9 HS-Anteile. Ein Paarmöchte jedes Jahr in Griechenland segeln und reserviert sich daher den ungefähren Zeitraum September. Das andere Paar bevorzugt wechselnde Reviere und ist zeitlich flexibel.

    2 Skipper möchten im Sommer und in der Nebensaison mehrere Törns mit Freunden und Bekannten unternehmen und kaufen insgesamt 17 HS-Anteile und 45 NS-Anteile, wobei jeder NS-Anteil zur Premium-Buchung von 1 Tag in der Winter-Nebensaison berechtigt.

    Hinweis: Die Sommer-Hochsaison im Mittelmeer dauert, gerechnet von Ende Mai bis Anfang Oktober, ca. 20 Wochen. Es sollten jedoch nicht 140 HS-Anteile ausgegeben werden, sondern maximal ca. 100-120 Anteile. In diesem Beispielfall sind es 108 Anteile.

    2 Paare
    möchten in der kalten Jahreszeit jeweils 2-3 Monate auf den Kanaren und zu den Kapverden segeln oder mit unterschiedlichen Freunden kleinere Törns unternehmen und übernehmen insgesamt 130 NS-Anteile.

    Eine Familie möchte in den Osterferien 2 Wochen auf der Yacht verbringen, kauft 12 NS-Anteile und reserviert sich den Zeitraum Rund um Ostern.

    Hinweis: Die Winter-Nebensaison dauert inkl. der Überführungstörns aus dem Mittelmeer, gerechnet von Anfang Oktober bis Ende Mai, ca. 32 Wochen. Es sollten jedoch nicht 225 NS-Anteile ausgegeben werden, sondern maximal ca. 180-200 Anteile. In diesem Beispielfall sind es 187 Anteile.

  4. Die Kaufpreise je Anteil

    In diesem Beispielfall werden 108 HS-Anteile und 187 NS-Anteile ausgegeben. Die Eigentümer vereinbaren, dass ein NS-Anteil 40 % eines HS-Anteils kosten soll. Somit kostet jeder HS-Anteil ca. 1.150 €, jeder NS-Anteil ca. 460 €. Für die Premium-Buchung einer Woche in der Sommersaison benötigt man 7 Anteile für ca. 8.050 €, für einen ganzen Monat im Winter 30 Anteile für ca. 13.800 €.


  5. Das Yacht-Management

    Die
    Eignergemeinschaft beauftragt die Yacht-Connection (YC) mit dem Management der Yacht.

    Die Hauptaufgabe der YC sind die gerechte Verteilung der Nutzungsmöglichkeiten der Yacht nach Maßgabe der Nutzungswünsche der Eigner und nach den Buchungsregeln. Ziel ist die möglichst ununterbrochene Nutzung der Yacht durch die Eigner, um Liegekosten für die Eigentumsgemeinschaft so weit wie möglich zu vermeiden.
    Die weitere Aufgabe ist die stetige und umfassende Information aller Eigner über die Webseite und per E-Mail.

    Darüber hinaus
    führt die YC die Kasse der Eignergemeinschaft und berichtet darüber gegenüber allen Eignern und den von der Eignergemeinschaft gewählten Kassenprüfern.

  6. Die Kontrollinstanzen

    Die
    Eignergemeinschaft wählt zwei Eigner zu Geschäftsführern, die nur gemeinschaftlich für die Gesellschaft handlungsbefugt sind. Die wichtigsten Aufgaben der Geschäftsführer sind die Unterzeichnung des Kaufvertrages für die Yacht, die Unterzeichnung des Verkaufsvertrages nach Beendigung der Eignergemeinschaft und der Abschluss der Managementvereinbarung mit der YC. Die Geschäftsführer kontrollieren die ordnungsgemäße Ausführung der Aufgaben durch die YC.

    Die
    Eignergemeinschaft wählt zwei Eigner zu Kassenprüfern, die die ordentliche Führung des Kontos der Eignergemeinschaft durch die YC überwachen.

  7. Das 4-stufige Buchungssystem

    In der ersten Premium-Buchungs-Runde können alle Eigner für jeden Anteil einen Tag Nutzung zum Normalpreis anmelden. Da das Jahr 365 Tage hat, in diesem Beispielfall jedoch nur für 295 Tage Premium-Buchungs-Rechte existieren, bleiben in dieser Buchungsrunde 70 Tage ohne Reservierung. Die Chance ist groß, dass sich bei zunächst überschneidenden Reservierungswünschen Lösungen finden lassen, so dass alle Eigner zufrieden sind. Auch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass nicht jeder Eigner alle seine Buchungsrechte nutzen möchte oder kann, vielleicht auch ein mal ein ganzes Jahr aussetzt.

    Die Ergebnisse der Premium-Buchungs-Runde werden allen Eignern unverzüglich bekannt gemacht. Jetzt können in der zweiten Runde beliebig viele Buchungswünsche für die bestehenden Lücken zum Normalpreis angemeldet werden, unabhängig von der Anzahl der eigenen Anteile.

    Jetzt noch freie Buchungslücken werden in der dritten Buchungs-Runde versteigert, der Höchstbietende erhält den Zuschlag nach dem ebay-Prinzip.

    Wenn jetzt immer noch einzelne Tage ohne Buchung existieren, können diese in der vierten Buchungs-Etappe zum Mindestpreis sofort und jederzeit gebucht werden.

  8. Abweichende Regeln für die Nebensaison (Herbst, Winter und Frühjahr)

    Die Herbstsaison inkl. Überführungstörns wird gemeinsam mit der Sommersaison gebucht. Die dann folgenden Langzeitbuchungen für den Winter werden individuell abgesprochen, sobald die wenigen Teilnehmer dies wünschen (voraussichtlich im Sommer). Die Frühjahrssaison
    inkl. Überführungstörns wird dann im Herbst geplant.

  9. Buchungspreis Hauptsaison Normal

    Ausgangsbasis ist der durchschnittliche Marktpreis günstiger Charteranbieter abzüglich marktgängiger Rabatte, hier beispielsweise 560 € pro Tag.

    Von diesem Preis bekommt der buchende Eigner einen Buchungsanteil in Höhe von 25% auf sein Eignerkonto gutgeschrieben.

    Zusätzlich erhält der Eigner einen Anteil am Jahresüberschuss der Eigentumsgemeinschaft von etwa 25% des Kapitaleinsatzes.

    Somit kostet die Yacht für 1 Woche in der Hauptsaison etwa 930 €, bei einem Investitionsbetrag von gut 8.000 €.

  10. Abweichende Buchungspreise

    In der 1. und 2. Buchungsrunde können bei sich überschneidenden Buchungswünschen, die nicht einvernehmlich gelöst werden können, Lösungen über den Buchungspreis gefunden werden, indem die entsprechenden Zeiträume an denjenigen vergeben werden, der bereit ist, einen höheren Preis zu bezahlen.


  11. Mindestpreis Hauptsaison

    In der 4. Buchungsetappe erhält der buchende Eigner einen Anteil von 90% (anstatt 25%) auf sein
    Eignerkonto gutgeschrieben. So erspart er der Eignergemeinschaft sonst anfallende Liegeplatzgebühren.

  12. Buchungspreise Nebensaison

    Der Listenpreis liegt 30% unter dem der Hauptsaison. Von diesem wird der Rabatt von 20 % abgezogen.
    Langzeitbucher (ab 30 Tage) erhalten einen Rabatt von 40% für die gesamte Nutzungsdauer.

    Der buchende Eigner erhält von diesem Nutzungspreis dann einen Anteil von 50% auf sein
    Eignerkonto gutgeschrieben.

    Unter Berücksichtigung des geringeren Gewinnanteils eines NS-Anteils kostet eine Woche in der Nebensaison etwa 570 €, bei einem Investitionsbetrag von gut 3.200 €. Und ein ganzer Monat in der Nebensaison kostet etwa 970 €, bei einem Investitionsbetrag von knapp 13.800 €.

  13. Konfliktlösung bei der Buchung

    Es wird immer mal vorkommen, dass sich zunächst Buchungswünsche überschneiden oder dass Uneinigkeit herrscht im Bezug auf den Übergabehafen. Daher sollte jeder bereits bei der Anmeldung der Buchungswünsche eine gewisse Flexibilität zeigen und mögliche Alternativen mit angeben. 
     

    Zunächst wird versucht, eine Lösung zu finden, die alle Interessen bestmöglich unter einen Hut bringt und so wenige Kompromisse wie möglich sowohl bei der zeitlichen Gestaltung der Nutzung als auch bei der Wahl der Übergabehäfen nötig macht.

    Als nächstes wird Eignern, denen durch Nachgeben finanzielle Nachteile entstehen, zum Beispiel durch teurere Flüge, ein finanzieller Ausgleich in Form eines Nachlasses auf den Buchungspreis eingeräumt.

    Existiert nun immer noch ein Konflikt, wird die Lösung versteigert. Derjenige, der bereit ist, für seinen Buchungswunsch einen höheren Zuschlag auf den Buchungspreis zu bezahlen, erhält seinen Buchungswunsch realisiert. Die Höhe des Zuschlags richtet sich (wie bei
    ebay) nach dem zweithöchsten Gebot. Den zu zahlenden Zuschlag erhält zur Hälfte der unterlegene Bieter als Ausgleich für die Nichtberücksichtigung seines Buchungswunsches, die andere Hälfte erhält die Eignergemeinschaft.

  14. Rückgabe der Buchung

    So lange eine Buchung nicht bestätigt ist, kann sie zurück gegeben werden. Buchungen werden so schnell wie möglich nach Ende der jeweiligen Buchungszeiträume bestätigt. Die Eigner können auch miteinander vereinbaren, dass wie bei einer Reiserücktrittsversicherung unter bestimmten Voraussetzungen auch später noch Buchungen zurück gegeben werden und die ggf. entstehenden Kosten aus der Gesellschaftskasse getragen werden.

  15. Zahlungen in die und aus der Gesellschafterkasse

    Um notwendige Ausgaben, zum Beispiel für Versicherungen, Ersatzteile, Liegeplatzkosten etc., begleichen zu können, leisten alle Eigner zunächst eine Anzahlung auf die spätere Nutzung, die später verrechnet wird.

    Vor der Nutzung der Yacht bezahlen die Nutzer den vereinbarten Nutzungspreis nach den vereinbarten Regelungen auf das
    Konto der Eignergemeinschaft.

    In regelmäßigen Abständen werden Vorschusszahlungen auf den zu erwartenden Gewinn an die Eigner überwiesen. Mit dem Ende der Wintersaison wird eine Endabrechnung erstellt und die Gewinne werden den Eignern überwiesen.

  16. Übergabehäfen

    Die Eigner sind sich einig, dass im Sommerhalbjahr hauptsächlich
    One-Way-Törns aneinandergehängt werden, beginnend und endend auf den Kanaren, und so ein Großteil des Mittelmeers abgefahren wird. Die Start- und Endpunkte der Törnabschnitte sollten so nah wie möglich an Flughäfen liegen.

    Im Winterhalbjahr hat die Yacht einen festen Übergabehafen auf den Kanaren, in dem auch eine Betreuung organisiert wird, zum Beispiel für
    ungebuchte Zeiträume.

  17. Wartung und Reparaturen

    Jeder Eigner ist verpflichtet, die Yacht in einem ordentlichen und funktionstüchtigen Zustand zu hinterlassen, in einem Zustand, der mindestens ein klein wenig besser ist, als der bei Übernahme der Yacht. Der Zustand der Yacht wird sowohl am Anfang als auch am Ende eines Törns protokolliert.

    Die Wartung der Yacht wird im Winterhalbjahr auf den Kanaren erfolgen. Hier sind die
    Langzeitbucher besonders in der Pflicht, die Yacht nach ihren Möglichkeiten zu warten und zu pflegen, als Gegenleistung für den zusätzlichen Langzeitbucherrabatt.
    Übrige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten werden auf den Kanaren bei Spezialbetrieben in Auftrag gegeben. Darum kümmert sich einer der
    Langzeitbucher, der zum Ausgleich während der Zeit, die er die Yacht nicht nutzen kann, von der Eignergemeinschaft ein Hotel bezahlt bekommt.

  18. Schadenfälle

    Jeder Eigner muss Schäden unverzüglich reparieren oder reparieren lassen.
    Die Yacht wird vollkaskoversichert, ohne Selbstbeteiligung (bzw. die Selbstbeteiligung übernimmt die
    Eignergemeinschaft). Dies ist zwar nicht verursachungsgerecht und mancher mag dies als ungerecht empfinden. Aber wir gehen davon aus, dass kein Miteigner seine eigene Yacht absichtlich kaputt macht. Und die Versuchung, einen Schaden zu verschweigen, wäre zu groß, wenn dies die Rettung der eigenen Selbstbeteiligung ermöglichen könnte.

    Sollte die Yacht einmal so stark beschädigt sein, dass nachfolgende Törns ausfallen, so besteht hier eine Art „Charterausfallversicherung“, die entweder extern abgeschlossen wird oder intern über das Gemeinschaftskonto.
    Nachfolgende Nutzer erhalten also zumindest eine Charteryacht bezahlt.

  19. Nutzungsberechtigte

    Die Yacht darf von den Eignern, von Familienangehörigen der Eigner und von guten, langjährigen und zuverlässigen Freunden der Eigner, wenn der Eigner für seinen Freund bürgt, genutzt werden. Die Konditionen für Familienangehörige und Freunde sind die gleichen wie für den Eigner, die Buchung läuft über das
    Eignerkonto. Der Eigner erhält den Buchungsanteil auf sein Eignerkonto gutgeschrieben.

    Zusätzlich können Eigner anderer Eigentumsgemeinschaften der YC die Yacht chartern, ab 2 Wochen nach Beginn der vierten Buchungsetappe. Die Charterpreise sind die Listenpreise abzgl. Rabatt. Der Buchungsanteil am Charterpreis steht der
    Eignergemeinschaft zu.

  20. Laufzeit und Ende der Eigentumsgesellschaft

    Die Laufzeit wird auf 8 Jahre festgelegt.

    Während dieser Laufzeit sind alle Eigentumsanteile unter unveränderten Bedingungen
    veräußerbar und vererbbar.

    Am Ende der Laufzeit können alle Eigner einvernehmlich beschließen, die
    Eignergemeinschaft unter gleichen oder veränderten Bedingungen um eine bestimmte Zeit fortzuführen.

    Wenn dies nicht geschieht, wird die Yacht verkauft und die
    Eignergemeinschaft löst sich auf.

    Einzelne Mitglieder der
    Eignergemeinschaft können aber eine neue Eignergemeinschaft bilden und die Yacht erwerben.